Tannensieksberg - Becklingen - im Norden des Celler Landes

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Tannensieksberg

örtlich
Von den Höfen am Getrudenhof gelangt man über eine Moorstraße in Richtung Klein Amerika und Wietzendorf. Im Graben dieser Straße verläuft die Gemarkungsgrenze zwischen Wietzendorf und Becklingen.

Nach etwa 2 Kilometern gelangt man über weitere Anbindungen zum Tannensieksberg. Auf dem Tannensieksberg steht ein Haus, in der Nachbarschaft liegt ein weiteres Gehöft,  der Prelle-Hof, welcher aber wieder zur Gemarkung Wietzendorf gehört.


Auf dem Tannensieksberg stand vor rund 100 Jahren eine Baracke. Sie diente ausländischen Arbeitern, die beim Bau der Bahnstrecke beschäftigt waren, als Wohnunterkunft. Der Kreis Celle hatte zunächst die Bahn bis nach Bergen gebaut und suchte nun nach Anschluß nach Soltau. Die Bahn wurde über Bleckmar, Wardböhmen und Becklingen weiter nach Soltau gebaut. Im Jahre 1908 wurde mit dem Bau in Bergen begonnen, bereits im selben Sommer war man in der Becklinger Feldmark angekommen. Einige dieser Arbeiter wohnten "im großen Haufe" in Wardböhmen, ein anderer Teil in der erwähnten Baracke am Tannensieksberg.
Die Bilder zeigen die Baracke (links) und die Torffabrik auf dem Tannensieksberg. Aufnahmejahr ca. 1948/1949.
Bilder von Fr. Churkus, 1995

Anfang 1946 kaufte Reinhard Schurkus Land von einem Bauern aus Klein Amerika und errichtete auf dem Gelände eine Torffabrik. Bis 1948 waren dort bis zu 60 Mitarbeiter beschäftigt. Der Torf wurde als Brenn- und Düngetorf mittels LKW zum Bahnhof nach Wietzendorf transportiert. Durch die Währungsreform kam der Konkurs, mit Auflagen wurde bis 1952 weiter gearbeitet. Schurkus wohnte noch bis 1955 in Becklingen und zog dann zurück nach Otterndorf, später Baden (bei Achim). Kothen Frieda, den Becklingern ein Begriff, hatte das Anwesen vom Konkursverwalter RA Lackner aus Soltau gekauft.

Noch vor rund 40 Jahren waren auf dem Tannensieksberg zwei größere Heideflächen zu finden, die heute nicht mehr existieren. Sie waren für die Pflege und für Heidschnucken zu klein und sind dem fortschreitenden Wald und Ödland zum Opfer gefallen.
 
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